Brustkrebs
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Brustkrebs (Fachbegriff: Mammakarzinom) ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Etwa jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens daran. Auch Männer können Brustkrebs bekommen, jedoch deutlich seltener.
Das sollten Sie über Brustkrebs wissen
Brustkrebs entsteht, wenn sich Zellen in der Brust unkontrolliert vermehren und einen Tumor bilden. Die Erkrankung kann sich in verschiedenen Bereichen der Brust entwickeln und sich unbehandelt auch auf benachbarte Lymphknoten oder andere Organe ausbreiten.
Dank moderner Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten sind die Heilungschancen heute oft gut, besonders wenn Brustkrebs früh erkannt wird. Deshalb sind die regelmäßige Früherkennung und das Wissen über mögliche Warnzeichen besonders wichtig.
Brustkrebs kann erblich bedingt sein: Treten in Ihrer engen Familie gehäuft Fälle von Brustkrebs auf? Dann sprechen Sie Ihre Frauenärztin oder Ihren Frauenarzt darauf an. Für Menschen mit einem erhöhten familiären Risiko können frühere oder häufigere Früherkennungsuntersuchungen sinnvoll sein. In bestimmten Fällen wird auch eine genetische Beratung empfohlen.
Wer kann betroffen sein?
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- Frauen aller Altersgruppen können an Brustkrebs erkranken.
- Das Durchschnittsalter bei Diagnose liegt bei etwa 65 Jahren.
- Etwa jede sechste betroffene Frau ist bei der Diagnose jünger als 50 Jahre.
- Auch Männer können an Brustkrebs erkranken, besonders bei familiärer Vorbelastung.
Risikofaktoren
Das Risiko für Brustkrebs wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Einige lassen sich verändern, andere nicht.
Faktoren, die Sie beeinflussen können:
- Übergewicht, besonders nach den Wechseljahren
- Bewegungsmangel
- Alkoholkonsum
- Rauchen
- ungesunde Ernährung
- keine oder kurze Stillzeiten
- hormonelle Verhütungsmittel
- Hormonersatztherapie nach den Wechseljahren
- Diabetes mellitus Typ 2
Faktoren, die Sie nicht beeinflussen können:
- höheres Alter
- Brustkrebs in der Familie
- dichtes Brustgewebe
- hormonelle Einflüsse, zum Beispiel eine frühe erste oder späte letzte Periode
- bereits überstandener Brustkrebs
- frühere Strahlentherapie im Bereich des Brustkorbes
Warnzeichen
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Viele Veränderungen der Brust sind harmlos. Dennoch sollten sie ärztlich abgeklärt werden. Mögliche Warnzeichen sind:
- Veränderung von Form oder Größe einer Brust
- neu auftretende Knoten, Verhärtungen oder Verdickungen in der Brust oder in den Achselhöhlen
- Hautveränderungen im Bereich der Brust
- eingezogene oder hervorgewölbte Stellen
- eingezogene Brustwarze
- Flüssigkeit, die aus der Brustwarze austritt
Prävention
Ein gesunder Lebensstil kann dazu beitragen, das Risiko für Brustkrebs zu senken:
- ausgewogen essen
- regelmäßig körperlich aktiv sein
- auf ein gesundes Körpergewicht achten
- nicht rauchen
- Alkohol möglichst vermeiden oder nur selten trinken
Früherkennung
In Deutschland gibt es verschiedene Angebote zur Früherkennung von Brustkrebs:
- Ab 30 Jahren können Frauen einmal jährlich eine Tastuntersuchung der Brust und der umliegenden Lymphknoten bei ihrer Frauenärztin oder ihrem Frauenarzt in Anspruch nehmen.
- Frauen zwischen 50 und 75 Jahren können alle zwei Jahre am Mammografie-Screening teilnehmen. Dabei wird die Brust mit einer strahlenarmen Röntgenuntersuchung untersucht.
- Für Frauen mit einem erhöhten familiären Risiko können zusätzliche oder frühere Untersuchungen empfohlen werden.
Die Früherkennung richtet sich an Menschen ohne Beschwerden. Wenn Sie Veränderungen an Ihrer Brust bemerken, sollten Sie diese unabhängig von Früherkennungsuntersuchungen ärztlich abklären lassen.
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