Nicht rauchen
Rauchfrei leben – die beste Art der Vorbeugung
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Der Verzicht auf Tabak gehört zu den wirksamsten Maßnahmen der Krebsprävention. Auch wenn das Aufhören oft schwerfällt: Mit Geduld und Unterstützung kann es funktionieren.
Warum ist Rauchen so gefährlich?
Rauchen erhöht das Risiko für viele Krebsarten. Tabakrauch enthält zahlreiche Schadstoffe, die die Zellen schädigen und deren Erbgut verändern können. Dadurch steigt das Risiko, dass sich Zellen unkontrolliert vermehren und so Krebs entsteht. Zu den Schadstoffen gehört auch Nikotin. Es macht abhängig und erschwert vielen Menschen den Ausstieg aus dem Rauchen.
Rauchen schädigt nahezu den gesamten Körper. Raucherinnen und Raucher leiden häufiger an Atemwegserkrankungen und haben ein gesteigertes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Auch Diabetes, Magengeschwüre und Erektionsstörungen treten bei ihnen häufiger auf. Rauchen in der Schwangerschaft erhöht das Risiko einer Früh- oder Fehlgeburt. Und Kinder rauchender Mütter kommen oft kleiner, leichter und manchmal auch kränker zur Welt als andere.
Was viele nicht wissen: Rauchen verursacht nicht nur Lungenkrebs. Auch Krebserkrankungen im Mund- und Rachenraum, der Speiseröhre, der Bauchspeicheldrüse, der Harnblase und anderer Organe treten bei Raucherinnen und Rauchern häufiger auf.
Passivrauchende leiden mit
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Nicht nur Raucherinnen und Raucher sind betroffen. Gefährlich ist der Rauch auch für Menschen, die selbst gar nicht rauchen. Wer sich häufig in Räumen aufhält, in denen geraucht wird, hat ein deutlich erhöhtes Risiko für Lungenkrebs. Auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Erkrankungen der Atemwege steigt.
Besonders gefährdet sind Kinder rauchender Eltern.
Jede Zigarette weniger ist ein Gewinn
Die beste Entscheidung für die Gesundheit ist, gar nicht erst mit dem Rauchen zu beginnen und Passivrauchen zu vermeiden. Wer bereits raucht, kann mit einem Rauchstopp sein Krebsrisiko deutlich senken. Dabei gilt: Es ist nie zu spät, mit dem Rauchen aufzuhören. Der Körper beginnt schon kurz nach der letzten Zigarette, sich zu erholen. Mit der Zeit sinkt das Risiko für Krebs sowie für Herz-Kreislauf- und Lungenerkrankungen.
Informieren Sie sich hier über die Lungenkrebs-Früherkennung
E-Zigaretten und Co.
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E-Zigaretten und Tabakerhitzer, im Englischen Tobacco Heating Systems (THS) genannt, werden häufig als weniger schädliche Alternative zu herkömmlichen Zigaretten beworben. Das sind sie jedoch keinesfalls. Der Dampf von E-Zigaretten und Tabakerhitzern enthält ebenfalls krebserregende Stoffe. Zwar sind die Schadstoffmengen häufig geringer als bei herkömmlichen Zigaretten, gesundheitliche Risiken bestehen jedoch weiterhin. Die langfristigen Folgen werden zudem noch erforscht.
Für die Krebsprävention gilt: Am besten ist es, ganz auf Tabak- und Nikotinprodukte zu verzichten.
Unterstützung beim Rauchstopp
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Mit dem Rauchen aufzuhören, fällt vielen Menschen schwer. Das liegt unter anderem daran, dass Nikotin körperlich und psychisch abhängig macht. Mit der passenden Unterstützung kann es aber gelingen, dauerhaft rauchfrei zu werden.
Mögliche Hilfen sind:
- Ärztliche Beratung: Bei einer starken Abhängigkeit sollten Sie Ihren Ausstiegswunsch mit einer Ärztin oder einem Arzt besprechen – möglicherweise können Medikamente zur Unterstützung sinnvoll sein.
- Nikotinersatzprodukte wie Kaugummis, Pflaster oder Sprays enthalten kleine Mengen Nikotin und sollen Entzugserscheinungen lindern. Sie sind frei verkäuflich. Planen Sie den Ausstieg dennoch mit einer Ärztin, einem Arzt oder dem Apothekenpersonal, um das passende Produkt und die richtige Dosierung zu finden.
- Kurse, Gesprächsgruppen, Coachings, Apps und ähnliche digitale Angebote unterstützen und motivieren beim Rauchstopp. Viele Krankenkassen machen solche Angebote. Oft werden die Kosten übernommen.
- Verhaltenstherapien können helfen, eingefahrene Gewohnheiten zu ändern und sie vom Rauchen auf andere, gesündere Verhaltensweisen zu lenken.
- Die alternative Medizin bietet Hypnose oder Akupunktur zur Entwöhnung an – die Wirksamkeit ist jedoch nicht erwiesen und wird individuell unterschiedlich wahrgenommen.
- Kein guter Weg sind E-Zigaretten und Tabakerhitzer. Sie werden oft als Mittel zur Rauchentwöhnung dargestellt. Allerdings entstehen beim Gebrauch ebenfalls gesundheitsschädliche Stoffe, die eingeatmet werden.
- Ungeeignet sind auch Nikotinbeutel, bei denen Nikotin über die Mundschleimhaut ins Blut gelangt.
Wer mit dem Rauchen aufhört, tut viel für seine Gesundheit. Trotzdem können auch Menschen, die nie geraucht haben, an Lungenkrebs erkranken.
Praktische Tipps für den Einstieg in den Ausstieg
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- Sie wollen aufhören zu rauchen? Fangen Sie sofort damit an. Einmal verschoben, ist die Motivation schnell weg!
- Schreiben Sie ein paar Tage lang auf, wann und wo Sie rauchen. So erkennen Sie Ihre Gewohnheiten und können gegensteuern.
- Legen Sie das (nahe) Datum fest, an dem Sie Ihre letzte Zigarette rauchen werden.
- Entsorgen Sie alle Zigaretten, die sie finden. Ersetzen Sie Aschenbecher durch Pflanzen oder etwas anders Schönes.
- Überlegen Sie, was Sie in Situationen tun können, in denen Sie früher geraucht hätten: ein paar Schritte gehen, Wasser trinken, etwas lesen, eine kleine Yogaübung… Nach einer Weile drängen solche Kleinigkeiten das Verlangen nach Tabak in den Hintergrund.
- Ernähren Sie sich gesund. Mehr erfahren
- Bewegen Sie sich mehr als früher. Mehr erfahren
- Vermeiden Sie Übergewicht. Mehr erfahren
- Bauen Sie aktiv Stress ab.
- Schreiben Sie jeden Tag einen schönen rauchfreien Moment in Ihr Tagebuch.
All diese Tipps sind nur kleine Hilfen auf dem Weg zur Rauchfreiheit. Was Sie am meisten brauchen, ist Geduld! Lassen Sie sich auch von Rückschlägen nicht entmutigen – Sie schaffen das!
Das Wichtigste auf einen Blick
Nicht rauchen ist eine der wirksamsten Maßnahmen zur Vorbeugung von Krebs.
Ein Rauchstopp lohnt sich in jedem Alter.
Auch Passivrauchen ist schädlich.
Unterstützung von außen erhöht die Chancen, dauerhaft rauchfrei zu bleiben.
Jeder rauchfreie Tag ist ein Gewinn für Ihre Gesundheit!
Hier finden Sie Angebote für Ihren Rauchstopp
Rauchfrei bietet ein Online-Ausstiegsprogramm an, dazu jede Menge Informationen.
Beim BIÖG (Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit) gibt es eine Telefonberatung zur Rauchentwöhnung.
Weitere Links sowie ausgewählte Flyer und Broschüren vertrauenswürdiger Anbieter zum Download finden Sie hier.
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