Lungenkrebs

Lungenkrebs (Fachbegriff:  Bronchialkarzinom) verursacht anfangs meist keine oder nur unspezifische Beschwerden. Je früher Veränderungen erkannt werden, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten und die Heilungschancen.

Das sollten Sie über Lungenkrebs wissen

Lungenkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Bei Männern ist er die zweithäufigste Krebserkrankung und die häufigste krebsbedingte Todesursache. Bei Frauen ist Lungenkrebs die dritthäufigste Krebserkrankung und die zweithäufigste Krebs-Todesursache. Insgesamt nimmt die Zahl der Erkrankungen bei Frauen zu, was in Zusammenhang mit verändertem Rauchverhalten gebracht wird. Die Krankheit entwickelt sich oft über viele Jahre. Deshalb wird Lungenkrebs häufig erst entdeckt, wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist. 

Tabakkonsum ist der Hauptrisikofaktor für Lungenkrebs. Wer nicht raucht oder mit dem Rauchen aufhört, kann sein Risiko für Lungenkrebs deutlich senken. Ein Rauchstopp lohnt sich in jedem Alter.

Wer kann betroffen sein?

  • Menschen aller Altersgruppen, das Risiko steigt mit zunehmendem Alter
  • Besonders gefährdet sind Menschen, die über viele Jahre geraucht haben. 

Jugendliche können die Schadstoffe im Tabak offenbar schlechter abbauen als Erwachsene, und Frauen reagieren empfindlicher darauf als Männer. Junge Raucherinnen sind also am stärksten gefährdet, Lungenkrebs zu entwickeln.

Risikofaktoren

  • Rauchen
  • Passivrauchen
  • Schadstoffe am Arbeitsplatz, z.B. Asbest
  • Radon (natürliches Gas aus dem Boden)

Beschwerden bei Lungenkrebs sind anfangs so allgemein, dass sie auch von einer anderen, harmlosen Erkrankung stammen können. Dies muss von einer Ärztin oder einem Arzt abgeklärt werden!

Warnzeichen

  • plötzlich veränderter Husten
  • Bronchitis oder Erkältungen, die sich trotz Antibiotika nicht bessern
  • Atemnot
  • Schmerzen in der Brust oder den Knochen
  • Husten mit blutigem Auswurf
  • Kraftlosigkeit, starker Gewichtsverlust
  • Lähmungen oder starke Schmerzen

Schon fünf Jahre nach dem Rauchstopp ist das Lungenkrebsrisiko um 60 Prozent gesunken, nach 15 bis 20 Jahren um 90 Prozent!

Prävention

  • Rauchstopp – egal in welchem Stadium
  • gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse
  • Schutz vor Radonstrahlung

Weitere Infos zur Krebsprävention

Früherkennung

  • jährliche niedrigdosierte Computertomografie für 50- bis 75-Jährige, die über viele Jahre stark geraucht haben
  • Die Teilnahmevoraussetzungen werden ärztlich geprüft.

Weitere Infos zur Früherkennung von Lungenkrebs

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