Prostatakrebs
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Prostatakrebs (Fachbegriff: Prostatakarzinom) ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Wird er früh erkannt, bestehen häufig gute Behandlungsmöglichkeiten und die Heilungschancen sind oft günstig.
Das sollten Sie über Prostatakrebs wissen
Etwa jeder achte Mann erhält im Laufe seines Lebens die Diagnose Prostatakrebs. Die meisten Betroffenen erkranken erst im höheren Lebensalter. Die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, ist etwa walnussgroß und liegt unterhalb der Harnblase. Sie gehört zu den inneren Geschlechtsorganen des Mannes und produziert einen Teil der Samenflüssigkeit. In der Prostata wird unter anderem das Eiweiß PSA (Prostataspezifisches Antigen) gebildet, das zur Beweglichkeit der Spermien beiträgt.
Prostatakrebs entsteht meist in der äußeren Zone der Prostata. Die Erkrankung verursacht in frühen Stadien häufig keine Beschwerden. Symptome treten oft erst auf, wenn der Tumor bereits größer geworden ist oder sich ausgebreitet hat. Deshalb kommt der Früherkennung eine besondere Bedeutung zu.
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Wer kann betroffen sein?
- ältere Männer – das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 71 Jahren
- eher selten: Männer unter 50 Jahren
Risikofaktoren
- fortgeschrittenes Alter
- Übergewicht
- Bewegungsmangel
- unausgewogene Ernährung mit hohem Fleisch- und Wurstkonsum
- familiäre Vorbelastung
Prostatakrebs verursacht oft lange Zeit keine Beschwerden. Deshalb sollten Sie bei einem der folgenden Symptome unbedingt zur Abklärung in Ihre hausärztliche oder proktologische Praxis gehen!
Warnzeichen
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- Schwierigkeiten beim Wasserlassen
- häufiger Harndrang
- Schmerzen in der Prostata
- Blut im Urin
- Schwierigkeiten bei der Entleerung des Darms
- Schmerzen im Bereich des Rückens oder Beckens oder in den Knochen
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Prävention
Ein sicherer Schutz vor Prostatakrebs ist bislang nicht bekannt. Ob sich Prostatakrebs durch einen bestimmten Lebensstil verhindern lässt, ist wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt. Fachleute empfehlen Männern dennoch die allgemeinen Maßnahmen zur Krebsprävention, da diese die Gesundheit fördern und vor vielen anderen Erkrankungen schützen können. Dazu gehören:
- gesunde Ernährung
- regelmäßige Bewegung
- Normalgewicht anstreben
- Alkohol nur in Maßen trinken
- nicht rauchen
Früherkennung
- Männer ab 45 Jahren: einmal jährlich kostenfreie Tastuntersuchung im Rahmen der gesetzlichen Früherkennung
- Ein zusätzlich empfohlener PSA-Test (Bluttest zur Bestimmung des prostataspezifischen Antigens, PSA) muss selbst bezahlt werden.
- Die optimale Früherkennung von Prostatakrebs wird derzeit diskutiert. Fachleute bewerten die Tastuntersuchung allein inzwischen kritisch, da sie viele Tumore nicht zuverlässig erkennen kann. Aktuelle Leitlinien empfehlen stattdessen eine individuelle Beratung zum PSA-Test und ein darauf abgestimmtes Früherkennungsprogramm.
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